rosa Farbe + Parole gegen Hass = Verurteilung einer Rentnerin

Aus der Rubrik „Kannste dir nicht ausdenken“ heute mal ein Beispiel für deutsche Rechtssprechung.

Stell dir vor du bist ne 70-jährige Rentnerin, siehst in einer Fußgängerunterführung den an die Wand geschmierten Satz „Merkel muß weg“ und findest, dass der ganze Hass den es gerade überall in Deutschland zu bestaunen gibt, nicht sonderlich zielführend ist. Also schnappst du dir rosa Farbe und übersprühst in einfach so, dass daraus „Merke! Hass weg!“ wird. Wir finden ja, dass diese Aussage ziemlich nützlich im gesellschaftlichen Dialog ist.

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Ein Berliner Gericht befindet folgendes:

Der Richter sah in der Art der Verfremdung den Straftatbestand der Sachbeschädigung erfüllt. Denn, so die Begründung, ein Buchstabe und ein Herz, das einen Punkt unter einem Ausrufungszeichen darstellt, wären viel größer als der ursprüngliche schwarze Schriftzug gewesen. Außerdem habe die Rentnerin die auffällige Farbe Pink verwendet.

Urteil: Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro.

Was soll man dazu noch sagen? Ist es nun echt verboten mit rosa Farbe gegen Hass zu agieren? Liegt es an der Farbe oder an dem Hass? Fragen über Fragen!

Quelle: www.deutschlandfunk.de

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