Ich bin kein Kostüm! Die Kampagne für politisch korrekte Kostüme

Besonders zu Karneval sollte jeder einmal in sich gehen und sich selbst ganz kritisch fragen, ob er mit seinem Kostüm nicht einen Stereotyp bedient. Oder natürlich auch eine Stereotypin, ein Stereotypes oder welches Geschlecht Stereo auch immer gerade haben möchte. Genau auf diesen Umstand möchte die Linken in Kooperation mit der weltoffenen Amadeo Antonio Stiftung und dem Antidiskriminierungsverband Deutschland mit ihrer Kampagne „Ich bin kein Kostüm!“- Forum gegen Rassismus und Diskriminierung aufmerksam machen. Und wir finden das gut! Allerdings finden wir, dass sie mit ihren Plakaten viel zu kurz springen.

Denn was ist mit all den Zirkusclowns welche durch (angeblich) lustig geschminkte Menschen der Lächerlichkeit preisgegeben werden? Was ist mit all den Bayern welche mit billigen Lederhosen und Gamsbarthüten verhohnepipelt werden? Was ist mit Prinzessinen die von Mädchen mit Kronen diskriminiert werden oder all den Prostituierten, welche von sexy Krankenschwestern, verruchten Hexen, aufreizenden Polizistinnen etc. verarscht werden? Und was ist mit Polizisten, Soldaten  oder Ärzten, welche mit billigen Kostümen nachgeäfft werden? Zweifellos ist diese Kampagne wichtig, aber sie sollte auch schonungslos und kompromisslos alle Kostüme anprangern. Denn so geht es nicht weiter!

Hier findet ihr noch die Pressemeldung, denn selbstverständlich unterstützt Schindluder die Kampagne voll und ganz. Schluss mit diskriminierenden Kostümen. Weniger Verkleidungen für eine weltoffene Welt!

„Ich bin kein Kostüm!“- Forum gegen Rassismus und Diskriminierung initiiert Plakatkampagne

„Ich bin kein Kostüm!“ – So wird es an den Tagen des diesjährigen Straßenkarnevals auf den Infoscreens in den U-Bahnen zu lesen sein.

Denn einige Kostüme stärken rassistische und stereotype Bilder. Europäer_innen benutz(t)en diese Bilder, um Ausbeutung und Unterdrückung von bestimmten Menschengruppen zu rechtfertigen. Dies ist den wenigsten Träger_innen der Kostüme bewusst. Die Zeit des Kolonialismus und der sogenannten „Entdeckungen“, die mit Massenmorden und anderen Gräueltaten einhergingen, wird bislang nicht ausreichend aufgearbeitet. Das sog. „Indianderkostüm“ und andere diskriminierende und teils romantisierende Bilder bestimmter Gruppen geben die Älteren so immer wieder an die nächste Generation weiter.

Auch Menschen, die sich als Trans_Frauen*, im Karneval verkleiden, sind sich der stigmatisierenden Wirkung ihrer Kostümierungen wohl in den seltensten Fällen bewusst. Die Kostüme stärken Stereotype, die Ungleichbehandlungen rechtfertigen, jedes Jahr aufs Neue.

Eine Studierendengruppe of Color aus Ohio entschied sich aus diesem Grunde, eine Plakatkampagne zu initiieren. Die Kampagne soll Menschen dafür sensibilisieren, dass die Bilder, die die Kostüme wiederaufgreifen und sie zu „den Anderen“ machen, ihr Leben nachhaltig negativ beeinflussen und nicht „okay“ sind.

„Ich bin kein Kostüm!“ ist eine Plakatkampagne, die vom Forum gegen Rassismus und Diskriminierung auch in Deutschland aufgegriffen und mit Geldern des Antidiskriminierungsverbands Deutschland, der Amadeus Antonio Stiftung sowie dem Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. durchgeführt wird. Die Plakate wurden mit freundlicher Unterstützung der Ohio-Gruppe S.T.A.R.S zur Verfügung gestellt. Für die Betroffenen sind alltagsrassistische und diskriminierende Erfahrungen weder harmlos noch witzig. Ihre Stimmen vermehrt hörbar zu machen, eine neue öffentliche Diskussion anzuregen, in der auch Interessensvertretungen von Menschen of Color zu Wort kommen und neue kreative und inklusive Karnevalstraditionen zu ermöglichen, ist das Ziel dieser Plakataktion.

Der Druck von Plakaten und Postkarten ist für den 11.11.2017 geplant. Diese können dann von Multiplikator_innen genutzt werden, um das Thema bei Schulungen, Workshops, aber auch in alltäglichen Diskussionen aufzugreifen. Die Plakate können unter heruntergeladen und unter info@oegg.de vorbestellt werden (0,50 € pro Postkarte sowie 1€ pro Plakat zzgl.Porto).

Das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung begleitet städtische Maßnahmen sowohl im Hinblick auf die Information und Aufklärung der Bevölkerung über Rassismus und Diskriminierung als auch im Hinblick auf die Beseitigung und Verhinderung von rassistischen Strukturen. Hierzu entwickelt es eigene Vorschläge, Initiativen und Projekte.

13 Responses

  1. Preston
    Preston at |
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    1. minuslik
      minuslik at |

      Ich brech ab, YMMD 😀

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  2. Klaus D. Mueller
    Klaus D. Mueller at |

    Das ganze ist ein (teils sogar 1:1) -Plagiat einer alten amerikanischen Kampagne von 2011.
    Die besitzen also die Frechheit, aus den USA zu plagiieren und anderen Kulturdiebstahl vorzuwerfen.

    Mehr beim Danisch, der das trefflich auseinandernimmt.

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    1. DD
      DD at |

      Ja, siehe rechte untere Ecke der Plakate: „Ohio University“ und „Student Senate 1884“.

      Der „Danisch“ ist übrigens danisch.de. Aber der ist voll Nazi! Also nicht ‚auf Linie‘ der ‚Progressiven‘, das genügt ja heute dafür.

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  3. minuslik
    minuslik at |

    Ich finde es bemerkenswert den Moslem ausgerechnet ein Bild von einem als Terrorist Verkleideten in die Kamera halten zu lassen. Wenn man das mit den anderen Plakaten und/oder der Aussage «diese Kostüme verhöhnen uns» in Verbindung bringt, könnte man leicht denken, dass sich die Muslime mit den Terroristen gemein machen oder, etwas zugespitzt, ist das auf dem Plakat gar ein Terrorist in Freizeitkleidung?
    Möglicherweise ist das aber auch ein absichtlicher Patzer, ein offen versteckter Hinweis, dass die Kampagne nicht ganz ernst gemeint ist. Wer weiß?

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  4. me
    me at |

    Was’n das alles für ein Blödsinn auf dieser website?
    Gut, dass das dank des guten Designs kaum zu lesen ist.

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  5. Schnurzer
    Schnurzer at |

    Wo befindet sich auf dieser unsinnig dummen Internetseite eigentlich das Impressum?

    Wen kann man den für diesen Quatsch haftbar machen?

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  6. fawkes
    fawkes at |

    Was soll man dazu noch sagen? Bei diesem linken PC- Wahn erstirbt bald die letzte Lebensfreude, der letzte Lacher, das letzte bisschen Unbefangenheit, das letzte bisschen Freiheit, jede Form von freiem Diskurs…. Sowie sich jemand beleidigt fühlt, darf etwas nicht mehr gezeigt, vorgelebt, geäußert werden- außer es sind weiße oder christliche Menschen, die sich gekränkt fühlen- weil – antiweißen Rassismus gibt es ja angeblich nicht. Und wehe der Klagende ist auch noch ein Mann- und womöglich auch noch heterosexuell. Dann hält man besser gleich die Klappe. (Jemanden zu Brei treten und dabei „Scheiß Deutscher“ zu brüllen ist übrigens nicht rassistisch. Rassistisch sind lediglich Trauer- oder Mitleidsbekundungen mit weißen Opfern. Auch ist es hochgradig rassistisch, wenn man mit einem Schinkenbrot an einer Moschee vorbei geht.) Jeder Witz, jeder Blick, jede falsche Bewegung, jeder Post kann dazu führen, dass man von linken Meinungsterroristen „Verhitlert“ wird. Und wie in der Zeit von 1933 – 1945 beginnen immer mehr geflüstgerte Gespräche mit Floskeln wie… „Man soll es ja nicht sagen, aber…“ oder „Unter uns gesagt….“ hinter vorgehaltener Hand. Es wird hier von linker Seite ein Gesinnungsterror forciert, der an Grausamkeit und Engstirnigkeit dem der Nationalen Sozialisten fast gleichkommt. (Hier zeigt sich: linke Sozialisten und braune „nationale“ Sozialisten sind sich im Grunde genommen sehr ähnlich) Bin mal gespannt, wann Minister Maas seine Greifertrupps losschickt, um in den frühen Morgenstunden den ersten Leuten die Haustür eintreten zu lassen. Das Aussehen von ____________ hat er ja schon! Bald ist es wieder so weit. Frau Kahane hat ja schon früher Regimekritiker ins Gefängnis gebracht. Und heute erhält sie wieder die Macht dazu. Kahane ist eine gute Schülerin der „Blutigen Hilde“ (So hieß- meine ich – die erste Justizministerin der DDR) Die neuen Faschisten sind die, die sich selbst Antifaschisten nennen. Jedes Mal, wenn ich irgendwo den schwarzen Block der Antifa sehe, denke ich „SA Marschiert“- es sind tatsächlich dieselben Spacken, die vor 80 bzw. 90 Jahren begeistert das Braunenhemd angezogen hätten. ANTIFA= Rotlackierte SA!!! Und dieser gewaltbereite Pöbel, der unser Land in den späten 20er Jahren des 20 Jahrhunderts zu ruinieren begann, wird schon wieder von Politikern verhätschelt.

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  7. fawkes
    fawkes at |

    Wo ich gerade euren „Wutburger“- jetzt mit extra viel Empörung“ unten sehe, muss ich ein wenig über mich selbst lachen. Aber auch wenn der Witz mich selbst spiegelt, so hat doch die Erheiterung darüber meinen Blutdruck schon wieder etwas gesenkt. Danke.

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