Das zweiundzwanzigste Kalendertürchen oder marKo der Sparfuchs im Krieg mit der Zeit

Schönen guten Morgen,

sagt mal kennt ihr eigentlich den Moment, in dem die meisten Atheisten plötzlich ihren Faible für Gott entdecken und ihr Schicksal in seine Hand legen? Genau, es ist im Schützengraben. Da beten plötzlich viele und machen alle möglichen Versprechungen, wenn er nur dafür sorgt, dass sie es überleben werden.

Wisst ihr wo es ganz ähnlich ist? Dann wenn man einen unverrückbaren Termin, wie bspw. die Abfahrt eines Zuges, einhalten muss. Die verstreichenden Sekunden prasseln wie Dauerfeuer auf einen ein und mit jeder Minute kommen die Einschläge näher. So ungefähr fühlte es sich zumindest für Leute wie marKo gestern an, als sie ganz entspannt um 15 Uhr zu ihrem 15:40-Zug losschlenderten. Immerhin dauert der Weg zum Bahnhof maximal 20 Minuten und somit wäre alles im grünen Bereich gewesen. Zumindest dann, wenn man nicht marKo ist und die Abfahrtszeit für die Hinfahrt dem Rückfahrtsticket entnimmt. Denn dann stellt man nämlich plötzlich fest, dass der Zug nicht 15:40, sondern 15:19 losfährt und wenn man nun die Wegzeit von 20 Minuten bedenkt, dann wird alles etwas stressiger.

Noch unentspannter wird es, wenn man bedenkt, dass man mit der KVB zum Bahnhof muss. Für alle die nicht aus Köln  kommen, die KVB sind die Kölner Verkehrsbetriebe. Die haben zwar einen Fahrplan, aber der scheint eher so etwas wie eine Empfehlung für die Busfahrer und Bahnführer zu sein.

Also warten Leute wie marKo gestern um 15 Uhr auf ihre U-Bahn zum Bahnhof, diese kommt sogar überraschend pünktlich, aber hält dann im Tunnel an, um einer anderen Linie die Vorfahrt zu lassen. Nett von ihr, schlecht für marKos Zeitkonto. Aber auch beim Umstieg in die zweite Bahn zum Bahnhof liegen wir noch in der Zeit. Soll heißen, wenn alles so klappt wie geplant, dann sind wir um 15:17 Uhr am Bahnhof und hätten somit 2 Minuten Zeit von der U-Bahn zum Bahngleis. Das Problem ist nur, dass dieses Gleis nicht auf dem Ticket steht. Aber kein Ding, dann halt einfach auf dem Weg von der U-Bahn, an der Anzeige vorbei rennen, um nach dem Gleis zu sehen.

Natürlich hält die U-Bahn auch kurz vor dem Bahnhof noch einmal an, weil es bei der Linie vor uns etwas Verzögerung gibt. Aber wir kommen 15 Uhr 17 Minuten und 34 Sekunden am Bahnhof an. Jetzt also raus aus der Bahn (marKo hat ja schon cleverer Weise sich im ersten Wagon, ganz vorne an die Tür gestellt), Beine in die Hand nehmen (der Trolly fliegt eher  hinterher, als dass ihn marKo hinter sich her zieht), im Vorbeirennen erkennen, dass der Zug am Gleis 5 losfährt, was ok ist, denn es hätte ja auch noch weiter hinten sein können. Dann rennt man die Rolltreppe nach oben und was muss man erkennen? Eine Zugverspätung, weil die Bahn ja bekanntlich eh nicht pünktlich fährt? Nein, sie fährt pünktlich und Leute wie marKo erkennen Rücklichter des Zuges.

Schöne Scheiße! Also was machen? Ärgern? Gott verdammen? Die Welt für böse und hundsgemein erklären? Ja das sind alles zweifellos gute Optionen, aber da Leute wie marKo schon auf ne lange gemeinsame Zeit mit Leuten wie marKo zurückblicken können, war halt allen Beteiligten ziemlich schnell klar, dass der Fehler entweder im System oder bei Leuten wie marKo liegt. Also war der erste Gedanke: naja, nun weißte wenigstens was du morgen im Kalendertürchen schreiben kannst.

Und der zweite Gedanke war: Dann nimmst du halt den nächsten Zug. Gesagt, getan und spontan ein Ticket für 80 Euro gekauft. Was das Folgende zur Folge hatte. Der eigentliche Zug fuhr bekanntlich Punkt 15:19 Uhr los und hätte Leute wie marKo, ohne Umzusteigen bis 22 Uhr nach Leipzig gebracht. Der Alternativzug fuhr 15:48 Uhr los, marKo musste in Hannover umsteigen und kam letztendlich 21:15 Uhr in Leipzig an. Ja ihr lest richtig: 21:15 Uhr. Denn der erste Bummelzug war ein IC und die Alternative ein ICE mit anschließendem IC.

Und was lernen wir nun daraus? Na ganz einfach, dass Leute wie marKo richtige Sparfüchse sind! Denn bekanntlich ist Zeit ja Geld und manchmal muss man als Fuchs halt auch tun was ein Fuchs tun muss und um 45 Minuten zu sparen, einfach mal durch göttliche Fügung einen Zug verpassen. Tja, marKo würde sagen: Mal wieder alles richtig gemacht und mal wieder ein Beweis dafür, dass Leute wie marKo und Gott echte Homies sind.

Nach dieser herzzerreißenden Geschichte mit Happy-End folgt nun noch die obligatorische Werbung. Und heute mal für einen Artikel, der ja wohl weiß Gott in keinem Haushalt zu Weihnachten fehlen darf. Ganz genau, es sind die Räucherkerzen, Aber nur die echten KNOX!

 

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Einen fabulösen Freitag wünsch euch

 

SparfuchsmarKo

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