das fünfte türchen oder taktlose nachbarn und traditionen

2010-05

schönen zweiten advent,

da weihnachten ein schwer traditionelles fest ist und man traditionen pflegen muss, hab ich mich entschieden an diesem sonntag das tägliche kalendertürchen aufgrund gestriger sozialer verpflichtungen später zu schreiben. ich geb zu ich hatte entscheidende unterstützung vom einer altbekannten familie namens alkohol, allerdings hier nur vom schwippschwager kölsch. also halb so wild.

wilder ist da schon die art und weise mit der leute wie marKo heut geweckt wurden. denn was kann man sich im verkaterten zustand besseres wünschen als das nachbarkind mit klavier und weihnachtsliedern bewaffnet. das der kleine scheißer nicht richtig spielen kann muss ich sicherlich nicht näher ausführen, denn sowas versteht sich an einem verkaterten morgen von selbst.

enden wir jetzt mal mit den leiden des jungen m und kommen zu was schönerem. zu kandidat nummer 4. der vorhang hebt sich und ein älterer herr kommt auf rudolf, maria und marKo zu.

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horst schlämmer: “isch bin horst schlämmer stellvertretender chefredakteur vom grevenbroicher tageblatt und möchte dieses jahr der weihnachtsmann werden. wissen se, beim grevenbroicher tageblatt läufts grad nich so gut, weil das mit dem internet und dem ganzen downloaden und so.”

marKo: “hallo herr schlämmer.”

horst schlämmer: “kannst ruhig horst sagen.” *er grunzt wie ein schwein* woraufhin rudolf pikiert die nase rümpft.

marKo: “gut horst. was zeichnet sie denn aus, dass sie weihnachtsmann sein sollten.”

horst schlämmer: “ich bin jetzt zwar auch nich mehr der jüngst und machen wir uns nichts vor, ich hab rücken und kreislauf, aber ansonsten bin ich fit.” daraufhin starrt er maria an und ergänzt noch “wenn de weist was ich meine schätzelein” *grunz*

rudolf rümpft offensichtlich die nase: “herr schlämmer, muss dieses grunzen denn immer sein?”

horst schlämmer: “jetzt sei doch mal nich so wirsch du hirsch. ich mein ich hab nunmal auch schnappatmung und da is das nun halt so.” anschließend wendet er sich direkt zu maria “schätzelein wann haste hier denn feierabend? weißte ich bin ja singel und fühl mich manchmal allein. naja un da könnten wir doch heute abend bei der gärtie im ‘wildieb’ schön nen strammen max essen und uns einen zwitschern.”

maria: “ach wissen sie herr schlämmer, ich hätt jetzt dann gleich schluss.”

rufolf schaut maria entsetzt an: “du bist so ein billiges flittchen.”

horst schlämmer: “na na sie hirsch. lassen sie doch mal die dame in ruhe. die weiß schon, was ein erfahrener mann wie ich ihr bieten kann und ich sprech da nicht nur vom materiellen.”

maria zickt zu rufolf zurück: “ey ich kann machen was ich will und außerdem hab ich auch nix gesagt, als du neulich mit ernie und bert durch die darkrooms gezogen bist.”

marKo: “leute, jetzt mal schön die bälle flach halten. nicht vergessen wir sitzen hier in ner jury. also is der horst nun im finale oder nich.”

maria: “meine stimme hat er.”

rufolf: “das war ja klar du flittchen. also ich will mir nich den ganzen arbeitstag von hinten son grunzen anhörn müssen. ich bin dagegen.”

marKo: “also ich denk von der statur her passt er schonmal gut ins profil un das bischen grunzen. dann wird aus dem HoHoHo halt ein HoHo*grunz*. meine stimme haben sie auch horst, also sie sind im finale.”

horst schlämmer: “na dann schätzelein mach dich mal fertich und pack n paar sachen für die nacht ein. weisse bescheid *grunz*”

und mit diesen wohlweisen worten verabschiede ich mich jetzt und wünsch euch allen noch einen äußerst charmanten 2. advent

der traditionsmarKo

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