Schonungslos objektiv! 7 Probleme die RICHTIGE Fussballfans mit RB Leipzig haben

Wir müssen an dieser Stelle mal zugeben, dass wir n bissl doof sind und wahrscheinlich ist auch das der Grund , dass wir,  als gebürtige Leipziger nach jahrelanger Monopolstellung von rechts- und linksradikalen Vereinen nun mit RB Leipzig sympathisieren und uns auch enorm über den Aufstieg in die 2. Liga freuten.

Bisher war uns ehrlich gesagt schleierhaft, was eigentlich genau am Brauseverein aus unserer Stadt so schlimm ist. Aussagen wie „die machen den Fussball kaputt“ sind lächerlich, denn trotz intensiver Recherchen und mehreren Stadionbesuchen konnten wir nicht einen kaputt gemachten Fussball sehen. Das Argument „Kommerz“ haben wir von vorherein ausgeschlossen, da dies im Profifussball total bescheuert ist!

Wir waren ratlos, aber endlich klären uns Fans mit Fussballsachverstand einmal darüber auf, was die Probleme bei RB Leipzig sind.

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Quelle: www.facebook.com/rbfans.le

Wir können den 7 Problemen wirklich nur uneingeschränkt zustimmen und möchten uns nun hiermit öffentlich für unsere mit Blindheit beschlagenen Augen entschuldigen.

1. Durch Schwestervereine steht den jeweiligen Standorten ein viel größerer Spielerpool zur Verfügung als anderen Vereinen.

Das ist zweifellos richtig! Da die normalen Transferregelungen bekanntlich bei Leipzig nicht gelten und Alexander Zorniger somit nach gut dünken sich Spieler aus Österreich, New York oder Brasilien einfliegen lassen und aufstellen kann. Natürlich ist das unfair, aber auch für die Zuschauer von RB Leipzig nicht so toll wie es vielleicht klingt. Denn wir müssen vor jedem Spieltag intensiv recherchieren welche Spieler aus dem RB Spielerpool eigentlich dieses Mal für Leipzig auflaufen und uns immer wieder 11 neue Namen einprägen. Glaubt uns, das is echt doof!

2. Sächsischer Fussballverband, DFB und DFL haben von Anfang an die Augen davor verschlossen, dass Mateschitz mit seinem Konstrukt gegen Regularien verstößt.

Da habt ihr ebenfalls Recht, denn wenn die blinden Verbände achtsamer gewesen wären, dann hätten sie vielleicht dafür gesorgt, das sich Red Bull an die aktuellen Verbandsstatuten hält. So konnte der Brausehersteller halt schalten und walten wie er wollte. Da konnten sie einfach eine Lizenz von einem Regionalligisten kaufen und dann Namen und Logo des eigenen Unternehmens dafür benutzen. Sowas ist echt ungeheuerlich!

Wo kommen wir denn bitte hin wenn das Schule macht? Nachher gründet sich Lok Leipzig nach Insolvenz noch neu und kauft sich bei einem 7. Ligisten ein oder Bayer unterstützt den Turn- und Spielverein Leverkusen und integriert das Bayerkreuz ins Logo. Also undenkbar sowas!

3. Der Mitgliedsbeitrag des Vereins ist mit 800€ jährlich bewusst so hoch angesetzt, dass es vielen Fans nicht möglich ist sich zu engagieren.

Natürlich wissen wir, genau so gut wie ihr, dass die Grundlage für ein Engagement als Fussballfan immer der Mitgliedsbeitrag des Vereines ist. Ohne Mitgliedsbeitrag im Verein, ist  man kein Fan. Aber im Prinzip ist dies nicht wirklich ein Problem bei uns. Denn wie ihr in unzähligen Kommentaren immer aufzeigt, kann es bei RB Leipzig aufgrund der mangelnden Tradition überhaupt keine Fans geben und somit ist auch der hohe Mitgliedsbeitrag kein Problem. Ob 800 Euro oder 8 Fantastilliarden ist da eigentlich egal.

4. In Leipzig und Salzburg kommt es häufig zu Verstößen gegenüber Meinungsfreiheit, nicht selten müssen Gästefans ihre Kleidung ablegen.

Glaubt uns, wir finden es auch nicht so toll, ständig auf einen splitternackten Gästefanblock zu schauen. Ne echt nicht! Und in Sachen Meinungsfreiheit rennt ihr bei uns offenen Türen ein. Denn wenn man den §6 der Leipziger Stadionordnung liest, was alles verboten ist, wird einem wirklich schlecht.

rassistisches, fremdenfeindliches, antisemitisches, extremistisches, gewaltverherrlichendes, diskriminierendes Propagandamaterial sowie jegliches politisches Informationsmaterial; entsprechendes gilt für Kleidung, die Schriftzüge oder Symbole mit eindeutiger rassistischer, fremdenfeindlicher, antisemitischer, extremistischer, gewaltverherrlichender oder diskriminierender sowie jegliche Form von politischer Tendenz aufweisen.

Wir wünschen uns auch nichts sehnlicher, als unsere Meinung im Stadion frei äußern zu können. Immerhin sind wir ja 89 nicht auf die Straße gegangen, damit uns nun ein Brausekonzern beim Fussball das Hakenkreuz auf den Klamotten oder freie Meinungsäußerungen wie bspw. in Cottbus verbietet.

Cottbus-Fans

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz offiziell bei euch entschuldigen!

5. Mateschitz verkündet offen sich bei ausbleibendem sportlichem Erfolg zurückzuziehen.

Das ist nun ein Punkt den wir nicht so recht verstehen, denn wo liegt hier euer Problem? Uns ist bewusst, dass Fans bundesweit die bedingungslose Nibelungentreue ihrer Sponsoren oder bspw. im Falle des HSV ihres Mäzen gewohnt sind. Da mischt sich niemand in Vereinsangelegenheiten ein!

Aber wo ist das Problem für den Fussball, wenn sich Mateschitz bei ausbleibendem Erfolg zurückzieht und dann der Brauseplastikclub aus Leipzig wieder verschwinden wird? Oder macht ihr euch etwa Sorgen um den Fussballstandort Leipzig und um uns RB-Sympatisanten, da wir dann wieder keinen Profifussball sehen können? Also wenn das der Fall ist, dann sind wir ehrlich gerührt. Danke, ihr seid echt nett!

6. Heimspiele von Salzburg und Leipzig verkommen zu Events mit Fallschirmspringern und Formel-1 Stars, die den Anstoß ausführen.

Das ist eine Sache die finden wir mindestens genau so problematisch wie ihr. Denn immerhin müsst ihr die ganze Eventnummer nur maximal einmal im Jahr, beim Auswärtsspiel in Leipzig ertragen. Wir wiederum müssen jedes verdammte Heimspiel Vettel oder Baumgartner beim Anstoß zusehen. Das nervt unfassbar und ist echt ein Problem!

Da wir, wie ihr in Punkt 4 schon richtig herausgearbeitet habt, auch keine Meinungsfreiheit haben und Strafen bei Zuwiederhandlung erwarten müssten, sind wir euch wirklich dankbar, dass ihr diesen Missstand öffentlich anprangert. DANKE!

7. Gerade durch den sportlichen Erfolg des, durch die Konzern-Millionen finanzierten, Vereins verschliessen dr Ostfussball und insbesondere seine Verbände die Augen vor den negativen Entwicklungen, denen er sich seit Jahren ausgesetzt sieht. Ausser Leipzig gibt es keinen Profifussball in den neuen Bundesländern.

Endlich spricht es mal jemand aus, denn das was in Aue, Dresden, Cottbus, Chemnitz, Erfurt, Halle und Rostock gezeigt wird, ist vielleicht vieles, aber kein Profifussball. Dieses amateurhafte rumgekicke in der 2. und 3. Bundesliga sollte echt mal genauer untersucht und vielleicht sogar verboten werden.

Wir möchten uns hiermit noch einmal ganz öffentlich bei euch bedanken. Wenn es euch und eure objektive Sichtweise auf den Fussball nicht gäbe, dann würden wir wohl immer noch einfach darüber froh sein, einen professionellen Fussballverein in Leipzig zu haben, der es uns ermöglicht die Bundesliga nicht nur am Fernsehen zu verfolgen. Danke nochmal dafür!

4 Responses

  1. Schindluder-Leser
    Schindluder-Leser at |

    Ad 1: Vielleicht zeigst du mal mit deiner humorigen Art auf, wie im Falle von Marcel Sabitzer ein Transfer seitens Red Bull getätigt wurde, denn wirklich jeder andere Verein auch so hätte vornehmen können.

    Ad 2: Blindheit ist leider nur eine Sache.

    „DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock war zuvor Geschäftsführer bei Red Bull Salzburg. Ulrich Wolter wiederum, der aktuelle Geschäftsführer des Klubs, kam von der Otto-Fleck-Schneise nach Leipzig. Als er bei seinem Amtsantritt gefragt wurde, ob der Verein mit ihm auch ein Netzwerk hin zum Verband eingekauft habe, antwortete Wolter: »Gute Verbindungen sind nie abträglich.« “

    http://www.11freunde.de/artikel/aus-aktuellem-anlass-die-11freunde-reportage-ueber-rb-leipzig/page/1

    Ad 3: „Ohne Mitgliedsbeitrag im Verein, ist man kein Fan.“
    Jaja, ansatzweise lustig, aber am Thema vorbei. Es geht nicht darum, ob man Fan sein kann (ja, das kann man auch ohne Mitgliedschaft), sondern ob und in welchem Ausmaß man mitwirken kann.

    Ad 4: Es wäre vom Flyergestalter sicher hilfreich gewesen, Beispiele zu liefern.
    Z.B. ein Banner mit der Aufschrift „Tradition schlägt Moderne“
    http://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Umgang-von-RB-Leipzig-mit-kritischen-und-eigenen-Fans&folder=sites&site=news_detail&news_id=7261&gal_id=146&bild_nr=3

    Oder Shirts mit dem Aufdruck „Gegen RB“.
    http://fanzeit.de/aue-fans-muessen-t-shirts-gegen-rb-ausziehen/9679

    Aber immerhin hatten aufrechte Leipziger Ordner so wohl das Vergnügen, minderjährige Mädchen aufzufordern, sich vor ihnen zu entkleiden.
    http://fanzeit.de/minderjaehrige-maedchen-mussten-t-shirts-ausziehen/10057

    Es gibt wohl kaum einen Anlass, dass man hier annehmen könnte, Red Bull engagiere sich mit diesen Aktionen aufrecht gegen den im Lande der Ossilanten allseits beliebten Rassismus und Neofaschismus.

    Ad 5: Der zentrale Aspekt ist hier, dass nichtmals irgendeine Verbundenheit mit der Region, mit dem Sport o.ä. suggeriert wird, sondern klar formuliert wird, dass es für Mateschitz hier um eine Gewinnmaschinerie geht. Das unterscheidet ihn dramatisch von Typen wie Hopp, Kind oder Kühne.

    Ad 6 et 7: Check.

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  2. tut nichts zur Sache
    tut nichts zur Sache at |

    Schön, wie die Leipziger immer wieder mit dem Argument Leverkusen komen. Hätte ja noch Wolfsburg und Hoffenheim erwartet, da es bei denen eher gepasst hätte. Der Verein Bayer Leverkusen wurde nicht nachträglich von Bayer unterstützt, er wurde von Mitarbeitern des Werkes gegründet – der Name war damals nur noch ein Anderer. Wolfsburg ist etwas, was man im Osten kennen sollte, eine BSG. Volkswagen und der VfL sind ungefähr so verankert, wie Bayer und Leverkusen. Hoffenheim wird schwieriger, aber Hopp kommt aus der Region und wenn mich nicht alles täuscht, hat er in dem Verrein in der Jugend gespielt und fühlt sich dadurch dem Verein verbunden. Glaube kaum, dass Mateschitz in seiner Jugend in Markranstädt gespielt hat, noch dass er damals in New York oder sonst wo Fussball gespielt hat. Mit dem „Verein“ verbindet ihn nichts, ich bezweifele sogar, dass er ihn kannte, bevor er sich diesen „Verein“ einverleibte. Mateschitz ist nicht der Heilsbringer, den die Leipziger zu sehen glauben. Er ist nur selbstverliebt und möchte den ganzen Planeten mit seinem überteuerten Produkt zukleistern. Es gibt ja kaum etwas, wo er nicht seine Ochsen raufpinselt.

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  3. RB Leipzig sichert sich nicht "Rasenball" beim Markenamt, aber verklagt mich weil mir die Wortmarke "Rase 'n' Ball" zugesprochen wurde

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  4. Presse 29.09.2014 | rotebrauseblogger

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