Zum DDR-Geburtstag der DDR: Schindluder stellt sich heute persönlich vor

Geburtstag der Deutschen Demokratischen Republik und zur Feier dieses Tages stellen wir uns heute persönlich vor. Und zwar stellen wir (zumindest die Y-Chromosomenträger bei Schindluder) uns vor, was aus uns persönlich geworden wäre, wenn es die Mauer immer noch gäbe. Denn bekanntlich haben wir noch maßgebliche Teile der DDR miterlebt. Wir waren nicht nur Jungpioniere, nein wir konnten auch noch voller Stolz das rote Halstuch der Thälmannpioniere tragen und wären fast noch coole FDJ´ler geworden. FREUNDSCHAFT!

Allerdings waren wir nicht nur einfache Pioniere, nein, wir hatten schon damals einflussreiche Positionen wie Wandzeitungsagitator, Schriftführer im Freundschaftsrat oder Gruppenratsstellvertreter inne. Ihr seht, die Karrieren waren quasi vorgezeichnet.

Jungpionierausweis inkl. Bilder

Was wäre also aus uns geworden? Der Dannerich, als bekennender Opportunist mit besten familiären Kontakten zur Nationalen Volksarmee und einer schönen, leserlichen Mädchenhandschrift (wie sonst wäre er wohl Schriftführer im Freundschaftsrat geworden?), würde heute zweifellos eine leitende Funktion bei der Staatssicherheit begleiten. Denn bei der Aktenpflege über verdächtige Aktivitäten von Staatsbürgern, musste selbstverständlich auf ordentliche Schrift geachtet werden. Immerhin mussten auch Jahrzehnte später noch Verfehlungen wie „eigene Meinung“ oder „keine Lust zur Wahl zu gehen“ nachvollziehbar sein.

Leute wie marKo hätten als jahrelang erfolgreicher Wandzeitungsagitator, linientreuer Staatsbürger und passionierter Schmierfink eine erfolgreiche Karriere bei der Leipziger Volkszeitung eingeschlagen. Am heutigen Feiertage hätte er den Leitartikel für die LVZ geschrieben, welcher den Titel getragen hätte: „65 Jahre DDR, 65 Gründe warum das Volk der DDR dem imperialistischen Klassenfeind überlegen ist.“ Darin ständen Punkte wie „beständige Übererfüllung des 5-Jahresplanes“, „friedliebend“, „Schüler können Handgranaten präzise werfen“ oder natürlich „bei jeder Wahl bestätigt das Volk mit fast 100% die großartige Arbeit der SED „.

Ihr seht, der Dannerich hätte dafür gesorgt, dass unsere Heimat sicher ist und Leute wie marKo, dass das auch jeder weiß. Leider ist es bekanntlich anders gekommen. Wir hoffen zwar immer noch, dass die Wende nur ein kurzer Irrtum war und die Ereignisse in den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl nähren auch diese Hoffnung. Aber bis Selbstschussanlagen wieder dafür sorgen, dass niemand Grenzen unbefugt betritt, Feinde der Republik im Schnellverfahren nach Bautzen geschickt und Kinder von klein auf über die Faschisten in Westdeutschland aufgeklärt werden können, müssen wir alle wohl noch ein bisschen warten.

Damit euch die Zeit nicht zu lang wird, hier der Text zum Pionierlied-Klassiker „Unsere Heimat“ und dazu ein Abbild unserer Heimat.

Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
unsre Heimat sind auch all die Bäume im Wald.

Unsre Heimat, ist das Gras auf der Wiese, das Korn auf dem Feld
und die Vögel in der Luft und die Tiere der Erde und die Fische im Fluss sind die Heimat.

Und wir lieben die Heimat, die schöne, und wir schützen sie,
weil sie dem Volke gehört, weil sie unserem Volke gehört.

ddr-karte

Quelle: www.ddr-comics.de

3 Responses

  1. Tatort Google+: Eine Diskussion mit Grünen Fanatikern | Schindluder

    […] (AfD Sachsen fordert verpflichtende Sprachkurze auf hohem Niveau) und zum anderen auf unseren Artikel zum fiktiven 65. Geburtstag der DDR in dem sich der Dannerich und Leute wie marKo vorstellen, was wohl aus ihnen in der DDR geworden […]

  2. Hannah
    Hannah at |

    Seid ihr Geschwister?

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